# Aufbruch nach Greifenfurt # 21. Phex 1012 BF Wir brechen noch am gleichen Tag auf. Unser Ziel: Greifenfurt. Der Weg ist möglicherweise gefährlich. Auch wenn Yara vermutet, dass wir bis Eslamsroden nicht auf Orks treffen werden, verstecken wir bereits unsere Bewaffnung. Agmorra hat hier wieder ihr handwerkliches Geschick bewiesen und dem Wagen einen zweiten Boden verpasst. Wie viele Waffen manche mit sich herumtragen, die jetzt im Geheimfach landen. Unglaublich. Wir überlegen uns eine Tarnung. Ich habe den perfekten Plan und schlage vor, als reisende Bühnenkünstler nach Greifenfurt zu fahren. Überall brauchen die Menschen Unterhaltung! Die anderen sollen mein Gefolge darstellen. Schließlich braucht ein guter Bühnenkünstler viel Unterstützung. Wir sind noch keinen Tag unterwegs, da entdecken wir in der Ferne eine Art Tumult. Wie sich rausstellte haben die Orks hier bereits eine Straßensperre vor einer Brücke aufgebaut. Dem Händler, der da gerade aufgehalten wurde, haben die Orks böse mitgespielt. Sein ganzes Hab und Gut lag um den Wagen verteilt. Ich konnte nicht anders, als ihm beim Auflesen seiner Sachen zu helfen. Ich schätze die Orks hätten uns entwaffnet, wenn sie etwas in der Richtung gefunden hätten. So haben sie nur Zoll genommen und jeder musste irgendwas da lassen. Fast hätten diese Tiere mir meine Zauberkugel abgenommen. Dann wäre ich verloren gewesen. Auch wenn die Bindung nicht zu kompliziert gewesen wäre, wo sollte ich zu diesen Zeiten eine neue auftreiben? Am Abend sind wir auf am Wegrand stehende Planwägen gestoßen, die lichterloh brannten und von Pfeilen gespickt waren. Die anderen fanden heraus, dass es sich hier wohl um fahrende Orks gehandelt haben muss, die von Menschen massakriert wurden. Einige von Ihnen wurden sogar an Bäumen aufgeknüpft. Ich war der Meinung, wir hätten hier Verbündete gewinnen können, wenn wir nur hätten herausfinden können, wer das getan hat. Aber Yara sagte, wir müssen uns beeilen und schnellstens nach Greifenfurt kommen. Schließlich haben wir eine Mission. Wer bin ich schon das anzuzweifeln. Da wir nicht in der Dunkelheit weiterfahren wollen, beschließen wir ein Stück weiter ein Lager aufzuschlagen. Zur Sicherheit verlassen wir die Straße und machen uns im Wald einen Platz zurecht. In der Nacht kam jemand ins Lager, weil er einen Heilkundigen sucht. Da sei jemand verletzt, hieß es. Mehr wollte er allerdings nicht preisgeben. Auch wenn ich hier gerne geholfen hätte, war die Situation doch sehr dubios und die anderen vermuteten eine Falle. # 22. Phex 1012 BF Am nächsten Tag, kurz vor Eslamsroden, sehen wir in einiger Entfernung ein Gehöft, das von Orks überfallen wird. Auch hier mahnt Yara wieder zur Eile. Außerdem drohe unsere Tarnung aufzufliegen. Wahrscheinlich hat sie wieder Recht. Wann hat diese Hilflosigkeit endlich ein Ende!? Über unseren Aufenthalt in Eslamsroden herrscht auch noch Uneinigkeit in der Gruppe. Yara will da so schnell wie möglich durch, ohne viel Aufsehen zu erregen. Die anderen überlegen, ob man dort nicht Informationen beschaffen könnte. Ich bin der gleichen Meinung. Geflohene Bewohner von Greifenfurt oder Soldaten der dort von den Orks besiegten Truppen könnten sicher hilfreiche Informationen liefern. Ansonsten laufen wir komplett blind in eine uns unbekannte Situation und das macht mir Angst. Vor den Toren von Eslamsroden kam es dann zum Streit in der Gruppe über das weitere Vorgehen. Yara wäre fast alleine um Eslamsroden herumgeritten, weil sie nicht einsah, was wir in der Stadt wollten. Als ob die Uneinigkeit nicht schon genug wäre. Wenn wir uns hier trennen, können wir die Mission direkt vergessen... # 22. Phex 1012 BF - In Eslamsroden Wie sich herausstellte hatte Yara Recht. Eslamsroden war bereits in der Hand der Orks, völlig zerstört und die Bewohner unterdrückt und entwürdigt. Eins von diesen Tieren erleichterte sich doch tatsächlich auf einer am Boden liegenden Frau. Noch nie habe ich so einen Hass verspürt. Im Affekt wollte ich diese Bestie brennen sehen, doch mein Zauber schlug fehl. Rückblickend betrachtet wohl eine Fügung der Zwölfe. Wer weiß, wie das ausgegangen wäre, wenn ich als Quelle des Zaubers ausgemacht worden wäre. Yara drängte weiterhin darauf, diesen Ort schnellstmöglich zu verlassen. Hier gäbe es nichts für uns zu holen oder zu tun. Jadwiga und sie gerieten wieder aneinander... Agmorra und Jagwida untersuchten eine Taverne, oder das was von ihr übrig war. Dort entwickelte sich eine brenzliche Situation zwischen den Damen und drei Orks. Jadwiga schaffte es allerdings die Situation zu entschärfen, als Agmorra zu uns zurückkehrte und uns um Hilfe ersuchte. In dem kurzen Moment schaffte es Brenno irgendwie sich vom Wagen zu entfernen. Ich dachte er hätte Angst und läge unter den Decken hinten im Wagen. Gerade als ich hektisch wurde, kam er um die Ecke. Er hatte sich wohl in die Taverne geschlichen, um sich selbst umzusehen. Schreck lass nach, der Kleine bringt mich noch um! Hier gab es nichts mehr zu erfahren, wir mussten weiter... Als ich noch einmal in die Taverne ging, um nachzusehen wo Agmorra blieb, entdeckte ich sie über einer Luke hinter dem Tresen kauern. Sie hatte ein verstecktes Nahrungslager gefunden. Hier war so viel Nahrung versteckt? Gerne hätte ich den Wirt befragt, wessen Essen das ist. Vielleicht hätte sich rausgestellt, dass der Wirt alles für sich hortet. Dann hätte ich ein weniger schlechtes Gewissen gehabt, als wir dort einiges an uns nahmen. Auch wenn dort weiterhin genug blieb, um viele Bäuche zu füllen. Damit tröste ich mich. Und mit dem Gedanken, dass unsere Operation die Situation hier in Eslamsroden beenden wird! # 22. Phex - Hinter Eslamsroden Ein Stück aus der Stadt heraus gab es nördlich der Straße ein Waldstück, in dem wir ein Lager aufschlugen. Jadwiga verschwand kurz und kam mit einem Vogel auf dem Arm zurück. Eine riesige Eule. Schaurig-schön war das Geschöpf. Wohl ein bisschen zu viel für Brenno, der sich bei seinem Anblick hinter mir versteckte. Als es um die Nachtwache ging, versuchte ich mich zu drücken. Unter dem Vorwand, ich müsse meine astralen Kräfte regenerieren. Jadwiga hatte eine "Lösung". Sie gab mir ein Kraut, dass mir helfen solle. Auch wenn ich erst misstrauisch war - Jadwiga finde ich manchmal echt unheimlich - schien sie aufrichtig. Das Kraut biss mir in Zunge und Zahnfleisch und auch wenn mein Geist aufklarte und sich erholte, geschah das doch zu einem Preis. Ich sollte aufpassen, was ich von ihr annehme.