Albenhus, 24. Ingerimm 1023 BF, Nachtrag
Der Wirt schickt uns raus.
Wirklich viel haben wir nicht erfahren, aber immerhin.
Mir fällt ein blonder Kerl auf, der an ein Fass gelehnt ist.
Das ist ganz bestimmt der Mörder!
Ich bin aber immer noch ein Rabe und kann das den anderen nicht erklären.
Also gehen wir raus, ich gehe, auf Myrkons Schulter sitzten, mit.
Amir erklärt mir seinen Plan:
Wenn jemand mit Büchern handelt, dann diese Vipka.
Ich krächze, aber Amir versteht das nicht.
Amir fragt mich, ob er noch etwas hätte fragen sollen und ich nicke, um ihn zu necken.
Das finde ich sehr lustig, Amir aber wohl nicht und das tut mir dann schon wieder leid.
Die Blaue Salzarele liegt im Hafen.
Amir möchte da nicht hin, weil er Angst vorm Wasser hat.
Wir gehen dennoch dahin und treffen Myrkons Damen, von denen eine uns zuwinkt.
Sie zeigen uns den Weg zur blauen Salzarele.
Die Bewacher des Schiffs meinen, dass Vipka nicht da ist.
Sie amüsiert sich gerade mit einer Hafenhure.
Wir stören sie nicht dabei, sondern warten geduldig, bis sie fertig ist.
Bei Männern geht das schneller, finde ich, und überlege, ob ich das thematisieren sollte.
Aber da ist sie dann doch fertig und Amir und Myrkon fragen sie wegen einer Passage.
Sie reagiert abweisend und meint, dass das der Kapitän regelt.
Dann geht sie zurück zum Schiff.
Ich verwandle mich zurück und laufe ihr hinterher.
Das kann ich so nicht zulassen, ich brauche meine Bücher wieder.
Ich rufe ihr hinterher und erkläre ihr alles, Nimia in Lowangen, die Reise nach Elenwina, die Flusspiraten und alles andere.
Sie schaut mich an und meint, dass sie keine Bücher hat und will "die drei Heller" wiederhaben.
Ich habe keine Ahnung, was sie meint, sie hat mir ja keine drei Heller gegeben.
Ich bin etwas enttäuscht, dass sie mir nicht helfen mag.
Myrkon meint, das ich die Tarnung habe auffliegen lassen.
Ich glaube, er ist sauer auf mich und ich fühle mich schrecklich.
Dann läuft Vipka an uns vorbei in Richtung Stadt.
Wir verfolgen sie bis zum torkelnden Einhorn.
Myrkon holt Amarosch, während Amir und ich die Kneipe beobachten.
Wir bemerkten, dass eine von Myrkons Damen hinter uns steht.
Sie beobachtet uns, schaut aber weg, wenn wir zu ihr schauen.
Amarosch geht ins torkelnde Einhorn.
Amir verfolgt währenddessen die Dame, die uns beobachtet.
Als Amarosch zurückkommt erzählt er, dass Vipka meine Bücher hatte und an einen blonden Dachs verkauft hat
Amir ruft mich, er hat die Dame gestellt!
Sie berichtet, dass Vipka ihr drei Heller gegeben hat, um uns zu verfolgen.
Amarosch fragt sie nach dem blonden Dachs.
Sie meint wir sollten im Honigtopp nach der einäugige Bela fragen.
Amir erklärt uns, dass die einäugige Bela ein Codewort für den Honigtopp ist.
Warum hat er das dann vorhin nicht gesagt, wenn er sowas weiß...
Amarosch geht diesmal allein in den Honigtopp.
Er erfährt, dass der Dachs Darion Eschenberg heißt und bei Witwe Hopfer in der Fährsstraße wohnt.
Myrkon will sein Kettenhemd bei Eisinger holen und uns an der Garnison treffen.
Ich gehe mit Amarosch und Amir derweil dorthin.
Als Myrkon dazu kommt, hat er sein Pferd dabei.
Eisinger hat uns vor die Türe gesetzt!
Sowas, das gehört sich doch nicht.
Ist er etwa sauer, weil ich Morco in mein Bett gelassen habe...?
Waren wir zu laut?
Immerhin hat Myrkon unser gesamtes Gepäck dabei.
Dann erwartet mich eine Überraschung:
In meinem Rucksack sind die vermissten Dukaten der Akademie!
Alle!
Ich teile den anderen das offensichtliche mit:
Eisinger ist mit den Flusspiraten im Bunde und hat ein schlechtes Gewissen bekommen, weil wir so gute Ermittler sind!
Damit ich die Dukaten nicht mitschleppen muss, deponiere ich sie bei der Wache.
Die Weibelin ist so nett, darauf aufzupassen.
Die anderen meinen, dass Eisinger kein Flusspirat ist.
Aber ich hätte es gemerkt, wenn eine Minderglobule in meinem Rucksack gewesen wäre.
Ich muss also herausfinden, wie das Geld zurückkam.
Vielleicht wollte Morco mir helfen und hat sich allein mit den Flusspiraten angelegt?
Oder sind die Flusspiraten in Twergenhausen entkommen und hatten Angst, dass ich sie in Eichhörnchen verwandle?
Amir findet es merkwürdig, dass wir vor die Tür gesetzt werden.
Ich auch, sehr merkwürdig und sehr ungehobelt.
Wir gehen zum torkelnden Einhorn um Ottmar Seiler zu treffen, der soll wohl dort sein.
Amarosch meint, dass ich nicht dazwischen reden soll.
Ich meine, das sich nur was sage, wenn sie nicht weiterwissen.
Amarosch schaut mich an und ich werde nie wieder etwas sagen.
Es ist Abend, Ottmar Seiler isst Eintopf.
Wir bestellen auch welchen und reden mit ihm.
Also, ich nicht.
Amarosch will für uns vier Plätze im Schlafsaal reservieren.
Es gibt nur noch zwei Einzelzimmer, mit Myrkon nehme ich ein Doppelzimmer, damit wir nicht im Schlafsaal übernachten müssen.
Amir möchte ein Einzelzimmer.
Dann laufen wir los um den Dachs zu stellen.
Während wir über die Straße gehen, trifft mich ein Bolzen in der Schulter.
Jemand schießt auf mich!
Wieso auf mich?
Bei allen Zwölfen, tut das weh!
Ich breche zusammen – irgendwer schleift mich über den Boden.
Ich schaue meine Schulter an und sehe: ein Bolzensteckt da drin!
Ringsrum färbt sich meine Robe gelb.
Auch das noch!
Der Bolzen ist vergiftet!