Aufbruch nach Albenhus
Amir blickte in Richtung Süden. Albenhus versprach Gassen, Tavernen und neue Möglichkeiten für einen flinken Zahori. „Amir denkt, Albenhus klingt nach einem guten Ort für jemanden mit neuen Steinen in der Tasche“, murmelte er in seinen nicht vorhandenen Bart und folgte seinen Gefährten auf den Pfad aus dem Tal hinaus.
Die Reise nach Albenhus versprach eigentlich Entspannung, doch die Straße am Großen Fluss war selten so friedlich, wie es die Händler in den Tavernen behaupteten. Als die Gruppe auf ein gut verstecktes Lager von Flusspiraten stieß, kochte das Blut der Gefährten sofort hoch. Besonders Callan war kaum zu bändigen – sie hatte erfahren, dass diese Halunken ihre wertvollen Bücher geraubt hatten.
Während Myrkon und Amarosch noch über Taktik beratschlagten und Callan am liebsten mit wehendem Umhang vorstürmen wollte, war Amir bereits eins mit den Schatten. „Amir wartet nicht auf Pläne. Pläne machen Lärm“, flüsterte er. Flink und geschmeidig wie ein Wiesel umging er die Wachen und nutzte seine Fähigkeiten als Schlangenmensch, um durch ein schmales, modriges Fenster in die Haupthütte zu schlüpfen.