Das artet ja langsam wirklich in Arbeit aus… (13.07.2026)
Das artet ja langsam wirklich in Arbeit aus…
Im Schutze der Dunkelheit haben Jadwiga und ich uns also aufgemacht, die Flussfestung zu erkunden.
Wir schlichen daher, ohne von den Patrouillen bemerkt zu werden, in die Nähe des Hafens um uns einen Überblick zu verschaffen.
Dann nahm Jadwiga ihren Stecken und schmierte irgendeine Salbe auf ihn. Anschließend setzte sie sich rittlings darauf und erhob sich in die Lüfte.
Ich hatte ja schon davon gehört, dass die Töchter Satuarias so etwas zu tun vermögen aber es dann wirklich zu sehen ist schon beeindruckend.
Sie verschwand schnell und ungesehen im regnerischen und wolkenverhangenen Himmel während ich mich ins kalte Wasser hinab lies und zur Hafenkette schwamm.
Dort angekommen musste ich zu meiner Unbill feststellen, dass die Einlassöffnung der Kette nur etwa Kopfgroß war.
Somit konnte ich den Gedanken an eine heimliche Infiltration der Festung vergessen.
Zurück und völlig durchgeweicht am Hafen, dauerte es nicht lange bis Jadwiga wieder zur Landung ansetzte. Mit ihrer herzlichen Art teilte sie mir mit, dass sie nicht vorhätte ihre Erkenntnisse zwei Mal zu erzählen und ich mich also gedulden müsste, bis wir wieder bei den anderen sind.
Zurück in der Villa der Familie Elfenberg schliefen die anderen jedoch bereits und so tat ich es ihnen gleich.
Am nächsten Morgen jedoch, rückte die hexe mit ihren Informationen endlich heraus.
Wie vermutet wimmelte es in der Burg von Orks. Die Wehrgänge wären voll besetzt und auch einige Gerätschaften, die wohl Verteidigungswaffen darstellten, seien dort positioniert.
Große Zelte im Innenhof und ein abgetrennter, separat stark mit Mauern und Tor gesicherter Bereich, im gen Firun gelegener Teil wurde von ihr erspäht.
Somit war der Steingolem meines Erachtens nach wieder im Rennen, um das unerwartete Tor zu öffnen.
Dann kramte Agmorra ein Stück Pergament heraus, auf dem sie uns eine ihrer Erfindungen präsentierte. Eine Art Rammbock. Allerdings mit zwergischen Verbesserungen.
Ihrer Erklärung nach bohre man sich in das Tor hinein und spreize es dann mit dieser Gerätschaft so weit auf, dass das Holz zersplittert, um uns einen Durchgang zu ermöglichen.
Da der Bau eines solchen modifizierten Rammbocks durchaus etwas Zeit koste, wollte Agmorra so schnell wie möglich bei diesem Schmied vorstellig werden, der ihr einen Platz zum arbeiten in seiner Schmiede angeboten hatte.
Da wir jedoch nicht wussten, wo diese Schmiede eigentlich genau gelegen war, beschlossen wir uns aufzuteilen um die Vorbereitungen der anstehenden Revolution zeitnah zu erledigen.
Calarel teilte uns mit, dass sie besondere Steine benötige um dieses Wesen zu erschaffen.
In einem Nebensatz ließ sie dann die Worte dämonische Essenz fallen, was zu einer großen Irritation Bredos und mir führte.
Auf Nachfrage erklärte sie uns dann, dass überall in der Luft diese Dämonische Essenz vorhanden sei und jeder Magier sich diese zu Nutze mache.
Ich hielt dagegen, dass die göttliche Macht der Zwölfe ihren Dienern gezielt zur Verfügung gestellt werde und kein Geweihter auf die idee käme einen anderen gott anzurufen um dessen karmales Geschenk zu nutzen. Vergeblich.
Die Wüstentochter konnte oder wollte meinen Einwand nicht gelten lassen. Wir kamen aber überein, dass sie den Ausdruck „Dämonisch“ besser aus ihrem Sprachgebrauch verbannen würde, wenn wir bald mit der Bevölkerung über unseren Plan sprechen.
Meister Flammenglanz erklärte sich bereit mit Lancorian zu sprechen und ihm unseren Plan bezüglich der Ablenkung auf dem Platz der Sonne näher zu bringen.
Jadwiga und Agmorra hingegen, wollten an der gen Praios gelegenen Stadtmauer nach der Schmiede suchen um schnellstmöglich an dem Konstrukt zu arbeiten.
Calarel und meine Wenigkeit würden derweil passende Steine für den Golembau suchen.
Wir hatten uns auch schon einen Ort dafür auserkoren. Ein unzerstörtes Gebäude in Hafennähe schien uns durchaus geeignet für dieses Vorhaben.
Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass die umliegenden Ruinen nicht das Steinmaterial aufwiesen, welches Calarel zum Bau benötigte.
Dann fiel uns ein, dass direkt neben dem Haus der Elfenbergs doch der Ingerimm Tempel lag und wer anderes als der Gott des Bergbaus und des Schmiedens würde seinen Tempel mit stabilen und außergewöhnlichen Steinen schmücken lassen.
Auch wenn der Tempel von den Orks geschändet und eingerissen wurde, würden dort bestimmt noch genug Steine liegen um Calarels Vorhaben zu verwirklichen.
Dort angekommen wurden wir auch tatsächlich schnell fündig. Im Schutze des Schutts, den die Sklavenarbeiter nach dem Abtragen des Praios Tempels aufgetürmt hatten, schleppten wir Stein für Stein in den Garten der Elfenbergs.
Da die Steine zu den anstehenden Proportionen des Golems passen mussten, waren ein Großteil der Steine von ansehnlichen Gewicht. Der Schweiß lief uns in Strömen herunter und es zeigte sich, warum die Adepta schon beim Einbruch in das Lagerhaus, zwecks der Nahrungsmittelbeschaffung ihre Tragehilfe verweigerte. Sie ist für körperliche Anstrengungen einfach nicht geschaffen.
Diese Studiosi ! Haben nur Muskeln in ihrem Kopf.
Also biss ich die Zähne zusammen und schleppte den Großteil der Steine auf das Nachbargrundstück. Nach getaner Arbeit tauchte Meister Flammenglanz wieder auf. So wie man es von einem Marktmagus erwartet, etwas zu spät.
Nachdem wir dann schließlich gemeinsam die Steinklumpen in das Haus verbracht hatten, begann Cararel damit, die Teile in eine passende Form zu bringen.
Ich bin gespannt wie es Agmorra und Jadwiga ergangen ist und was die beiden nach ihrer Rückkehr zu berichten haben...


