Am Großen Fluss, 17. Ingerimm, 1020 BF
Am nächsten Morgen brechen wir mit unseren Gefangenen nach Twergenhausen auf.
Ihre Wunden sehen deutlich besser aus, ich bin mit meiner Arbeit zufrieden.
Unterwegs erkläre ich ihnen, warum die Bücher für mich so wichtig sind und erfahre, dass sie sie an einen Hehler verkauft haben.
Er scheint Südländer zu sein, vielleicht Tulamide, mit dunkler Haut und weiter Kleidung.
Einen Namen haben sie leider nicht, so dumm sind sie!
Weil ich denke, dass sie mir doch noch etwas verraten könnten, erkläre ich ihnen die gesamte Strecke bis Twergenhausen immer wieder, warum ich das unbedingt wissen muss.
Irgendwann fangen sie an zu singen und das jedesmal, wenn ich versuche, ihnen das zu erklären.
Ich wünschte, die wüssten, was aktives Zuhören ist!
Nach ein paar Stunden erreichen wir Twergenhausen, den letzten richtigen Hafen vor der Opferschlucht flussabwärts.
Es gibt jede Menge Schiffe und es werden Metallwaren gehandelt.
Ich seufze: schon wieder Metall.
Amir meint, dass es in Twergenhausen Koschbasalt gibt.
Da höre ich sehr aufmerksam hin, weil ich damit natürlich nicht in Berührung kommen möchte.
Meine Begleiter wissen nicht, dass Koschbasalt antimagisch wirkt, also erkläre ich es ihnen.
Dann wollen Amir und Amarosch Kopfgeld kassieren und wir bringen unsere Gefangenen zur Stadtgarde.
Tatsächlich freut sich der Weibel über die gefangenen Piraten und wir bekommen pro Bein einen Dukaten.
Ich seufze, weil ich da viele Piraten fangen muss, um mein Geld wieder zusammen zu tragen.
Amir gibt mir einen Dukaten ab – er ist sehr nett, seit wir das Tal verlassen haben.
Der Weibel erklärt uns, dass in Albenhus Kopfgeldjäger gesucht werden und Flusspiraten ein echtes Problem sind.
Ich frage ihn nach dem Hehler und den Büchern.
Dabei verplappere mich und es rutscht mir raus, dass eines der Bücher verboten ist.
Myrkon rettet mich in der Diskussion.
Wie konnte mir das nur passieren!
Wir gehen in einer Taverne Mitagessen, Myrkon lädt uns alle ein.
Er ist so ein toller Krieger!
Wir erfahren ein paar Dinge, unter anderem, dass es in Albenhus einen Edelsteinhändler namens Al'Fessir gibt, der in der Nähe des Ingerimmtempels arbeitet.
Den Hehler mit meinen Büchern hat leider niemand gesehen.
Amir weiß über das Stapelrecht in Albenhus Bescheid und meint, dass ich da vielleicht wieder an meine Bücher komme.
Das ist ein guter Hinweis, auch wenn ich mir nicht sicher bin, dass jemand diese Bücher als normale Waren handeln möchte.
Aber Amir hört sich noch etwas in Twergenhausen um, bevor wir weiterreisen und erfährt, dass solche Hehler in Albenhus in der Schenke Honigtopf zu finden wären.
Wir reisen weiter flussaufwärts, es ist ein mühsamer Weg.
Ich bin das nicht gewohnt.
In Weidleith hören wir Gerüchte, dass dort, wo die Galebra in den großen Fluss mündet, ein mystischer Ort ist, wo sich Druiden treffen.
Ich kann mich dunkel daran erinnern, davon einmal gehört zu haben.
Aber mehr, dass dieser Ort sehr wichtig ist, weiß ich nicht mehr.
Als ich sage, dass ich da hin will, meinen meine Begleiter, ich müsste erstmal nach Albenhus wegen der Bücher.
Aber ich muss ja auch solche Orte erforschen.
Solche Entscheidungen sind so kompliziert!
Dann lockt mich Myrkon mit einem Jadeamulett, wie es üblicherweise von Efferdpriestern getragen wird, und ich schlage vor, dass wir erstmal nach Albenhus reisen und dann hierher zurückkehren.
Amarosch stimmt zu, er ist immer so grummelig, aber es freut mich, dass er dabei ist.