Salmingen, 26. Rahja 1023 BF
Am dritten Tag treffen wir die schwarzen Pflanzenteile häufiger.
Wir erreichen Salmingen am späten Nachmittag.
Das kleine Städtchen lebt von Landwirtschaft und Fischerei
An der Anlegestelle finden wir einen Zettel wie in Ferdok.
Darauf steht, dass der Tatzelwurm in Schwarztannen sein Unwesen treibt.
Ich bin mit nicht sicher, aber ich glaube, Rimbart hatte von einem anderen Ort gesprochen...
Kapitän Kollbarsch möchte zu seiner Bekannten, Dera Weidenhag, gebracht werden.
Er meint, wir sollten dem Schulz Bericht erstatten, was auf dem Fluss passiert ist.
Dera Weidenhag ist die Heilerin in Salmingen und sie weiß auch von Gefahren am Fluss zu berichten.
Am Tag vorher wurde ein Kind von Fischen angegriffen, sie trugen Dornen.
Sie schickt uns zu Tsalund Brakweiler, dem Schulzen.
Als wir zu seinem Haus laufen, deutet Myrkon auf einen Hesindetempel, der nicht weit davon weg steht.
Wir stellen uns Tsalund Brakweiler vor und erzählen, was wir erlebt haben.
Er kannte die Geschichte mit den Fischen, glaubte aber, es wäre eine Spinnerei.
Als wir von Kapitän Kollbarschs Schicksal berichten, nimmt er es ernst und lässt sofort den Fischern Bescheid geben.
Danach will er mit uns zum Baron gehen, wobei wir zur Baronesse müssen, weil der Baron ist jetzt Hofkämmerer in Gareth ist.
Es ist ein kurzer Fußmarsch bis zur Burg, die prächtig und gut befestigt ist.
Dort sind viele Leute unterwegs, einige Gardisten und viele Bewohner.
Vor dem Haupthaus werden wir von Wachen aufgehalten und müssen unsere Waffen abgeben.
Dann müssen wir einem Schreiber unsere Namen nennen.
Er ist irritiert, dass ich keinen Familiennamen habe.
Ich lerne, dass wir die Baronesse mit "Euer Hochgeboren" ansprechen müssen.
Auf meine Frage, warum wir sie nicht mit dem Namen ansprechen dürfen, erzählt er etwas, dass die Ordnung gewahrt bleiben müsse.
Nach einer Weile dürfen wir vortreten und mit der Baronesse sprechen.
Sie heißt Charissia von Salmingen und wirkt unerschütterlich.
Zuerst berichtet der Tsalund Brakweiler, dann Myrkon.
Er fordert mich auf, meinen Stab herzuzeigen, was ich auch tue.
Myrkon berichtet weiter und ich ergänze, was ich wegen Charyptoroth vermute.
Die Baronesse will, dass sich die anderen Baronien flussaufwärts darum kümmern.
Tsalund Brakweiler schlägt vor, Männer auszuschicken, aber die Baronesse lässt lieber ein Schreiben aufsetzen
Ich bin entsetzt, dass sie so wenig Interesse hat, und versuche ihr zu erklären, dass ein Fluss eine Lebensader ist, die alle betrifft, die an ihm teilhaben.
Gerade rechtzeigig erinnere ich mich noch daran, dass ich ja "Euer Hochgeboren" sagen muss und ergänze es schnell.
Die Baronesse scheint aber wenig interessiert und meint nur, wir dürften das gerne übernehmen.
Dann sollen wir gehen.
Auf dem Weg nach draußen, sage ich dem Schreiber, dass man mich Sperlingsflug nennt.
Er will noch wissen woher ich komme und ich sage, dass ich im Svellttal lebe.
Ich erfahre, dass er eine Chronik schreibt, ein seltsames Ding, in dem alles steht, was auf der Burg passiert.
Das scheint sehr wichtig zu sein und muss immer korrekt sein.
Gemeinsam mit Tsalund Brakweiler laufen zur Stadt zurück.
Er möchte uns im Gasthaus anmelden, so dass wir Abendessen und ein Quartier bekommen.
Myrkon möchte noch einmal zum Hesindetempel, während Amarosch, Amir und ich noch einmal zu Dera Weidenhag gehen möchten.
Als wir aufbrechen, hält uns ein Jäger an.
Er erkennt mich als Geweihte der Schwänin und spricht mich mit "Euer Gnaden" an.
Ich sage ihm, dass es reicht, wenn er mich Hüterin nennt.
Dann bittet er mich um einen Segen für sich und seine Jagdbeute.
Meine Begleiter wollen wissen wie es kommt, dass er mich für eine Geweihte hält und ich erkläre ihnen, warum das für einen Jäger offensichtlich ist.
Jetzt wissen sie es auch, auch wenn es gar nicht so wichtig ist.
Amarosch, Amir und ich kommen bei Dera Weidenhag an.
Amarosch berichtet von dem Besuch bei der Baronesse, der wenig ergiebig war.
Dera Weidenhag hat aber auch wenig Neues zu berichten, was nach so kurzer Zeit wenig überrascht.
Amir fragt sie, warum die Wasserleichen Roben von Efferd trugen.
Sie meint, dass ein Nebenfluss der Rakula einem Efferdtempel entspringt, dem Tempel der funkelnden Wasser.
Später berichtet Myrkon, dass er im Hesindetempel ähnliches erfahren hat.
Die Quelle des zweiten Nebenflusses südlich von hier ist ein Pilgerort für Efferdgläubige.
Danach übernachten wir alle im Salminger Fass.