Laila-ar-Ra'ad des 6. Gottenamens nach dem Tag des Fastens, 253 Rastullah
24. Phex, 1012 BF
Nachdem wir in einer gräßlichen Ruine übernachtet haben, erreichen wir am Morgen die Fuchshöhle.
Marcian ist hoch erfreut und umarmt den Mann, den er uns als Lancorian vorstellt.
Lysandra erscheint wenig begeistert, sie hält nicht viel von Zauberkundigen, das hat sie mich in den letzten Tagen immer wieder spüren lassen.
Lancorian führt uns in der Turmruine nach oben und bittet uns an einen Tisch.
Marcian erzählt Lancorian von unserer Reise.
Er leidet weitaus weniger unter den Nächten im Zelt als ich.
Lysandra erzählt von den Taten ihrer Schar.
Sie ist sehr stolz auf die Morde, die sie begangen hat.
Ich sitze schweigend neben den dreien.
Rastullah, schenke mir den Gleichmut, die Untätigkeit zu ertragen.
Nach einer Weile geht Lancorian wieder nach unten und wir warten zu dritt.
Marcian erklärt Lysandra, dass er sie für irgendetwas braucht, das ich nicht verstehe.
Sie diskutieren heftig und Marcian mein immer wieder, dass Yara Lyrsandras Trupp mindestens so gut führen könne wie sie.
Wer auch immer dieser Yara ist, er muss Marcian beeindruckt haben.
Er ist sonst mit Komplimenten ja sehr zurückhaltend, auch wenn seine Einschätzungen doch häufig zutreffend sind.
Lysandra beruhigt sich wieder, ihr Temperament ist einer Ahmad'sunni würdig.
Kurz darauf kommt Lancorian zurück und bringt eine illustre Gruppe von Leuten mit.
Ein bunt gekleider Mann mit Hut, ein bunt gekleideter Mann ohne Hut, eine kleine Frau, eine große Frau und eine Frau mit spitzen Ohren, die böse schaut.
Die drei Frauen und den Mann mit Hut scheint Marcian zu kennen.
Es stellt sich heraus, dass sie seine Agenten sind.
Den bunten Mann ohne Hut lernt er auch gerade erst kennen.
Ich lerne: Yara ist die große Frau.
Sie sagt nicht viel, aber sie schaut mich seltsam an.
Die anderen schauen auch seltsam, sagen aber mehr.
Ich warte schweigend ab.
Was soll ich bei diesem Durcheinander auch sinnvolles sagen?
Als Marcian Yara und Lysandra zur Seite bittet, werde ich plötzlich interessant.
Man fragt mich woher ich komme und ob ich zu Rastullah bete.
Ich erkläre geduldig das Wesen der 99 Gesetze und bemühe mich, die Ungläubigen nicht zu beleidigen.
Sie sind immer sehr empfindlich, das habe ich gelernt.
Marcian meint, ich soll sie zu einem Schmied begleiten.
Was ich bei einem Schmied soll, weiß ich nicht, aber wenn ich Marcian so für eine Weile los werde, soll es mir recht sein.
Ich gehe mich umziehen und als ich zurückkomme, kommentiert niemand meine Robe, was schon überraschend ist.
Lancorian werde ich gleich noch um Verzeihung bitten.
Ich habe ihn beleidigt, als ich Marcian nach dem Hotel gefragt habe, in dem wir übernachten werden.
Er hätte mir sagen können, dass er Lancorians Freudenhaus gemeint hat.
Aber meine Unwissenheit entschuldigt nicht die Missachtung der Pflichten des Gastes.
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