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Ferdok, 21. Rahja 1023 BF, Nachtrag

Da stehe ich nun, mit den dreien und bin ebenso verdutzt wie sie.
Ich bin etwas unsicher, was ich nun machen soll, als die drei sich vorstellen.
Sie heißen Myrkon, Amarosch und Amir.
Wir unterhalten uns kurz und sie wollen natürlich wissen, wie lange ich Grimbart schon kenne.
Ich erkläre ihnen, dass wir uns erst seit etwa einer Stunde kennen und dass Grimbart mir nur von der Jagd auf den Tatzelwurm erzählt hat.

Die drei wollen ins Hammer und Amboss, wo ich soeben noch war.
Ich erkläre, dass ich mir das Essen da nicht leisten kann, aber sie laden mich kurzerhand ein.
Das ist sehr freundlich und ich möchte sie nicht vor den Kopf stoßen.
Im Hammer und Amboss trinken wir Ferdoker – mein zweites heute – und essen Eintopf.
So satt war ich schon lange nicht mehr.
Myrkon fragt mich, was mich nach Ferdok führt, er findet meinen Mantel ungewöhnlich.
Ich berichte den dreien von meiner Suche, aber sie wissen auch nicht, wo ich den südlichsten Schwan finden kann.

Die drei meinen, wir müssten nach Salmingen – Grimbarts Angebot, ich könnte sie führen, haben sie ganz selbstverständlich angenommen.
Ich habe allerdings keine Ahnung, wo Salmingen ist.
Amarosch schon, er kommt wohl aus der Gegend.
Zwischendurch überlege ich kurz, ob Salmingen wohl richtig ist, weil ich mir nicht sicher bin, ob Grimbart nich einen anderen Ort genannt hatte.
Grimbart schien sich jedenfalls auszukennen, und es ist so viel neu hier für mich, da habe ich mich vermutlich falsch erinnert.
Myrkon traut Grimbart nicht.
Ich kann nicht ganz nachvollziehen warum und er erklärt, dass Grimbart "zu freundlich" gewesen ist.
Auf meine Frage, wie das sein könnte, dass jemand "zu freundlich" ist, kann er mir das aber auch nicht so genau erklären.
Jedenfalls soll ich die drei begleiten und da Salmingen auf dem Weg nach Süden liegt, ist das keine schlechte Idee.
Myrkon bietet mir sogar einen Schlafplatz hier im Gasthaus an.

Danach begleite ich ihn auf der Suche nach weiteren Aushängen zum Tatzelwurm.
In Städten kenne ich mich nicht gut aus und Ferdok ist eine riesige Stadt.
Die meisten Gebäude, die wir sehen, sind zwergischer Bauart, wie ich es auch auch Tiefhusen kenne.
Mein Herz ist mit Freude erfüllt, als wir an einer Weide vorbeikommen, an der die Leute bunte Bänder aufhängen, um die gütige Tsa zu bitten, sie mit einem Kind zu segnen.
Irgendwann erreichen wir den Fluss.
Hier gibt es Schiffe und einen Efferdtempel.
Überall in der Stadt sehen wir Braukessel.
Wir laufen weiter am Hafen entlang bis die Straße wieder weg vom Fluss führt.
Dann kommen wir an einem Phextempel vorbei und sehen eine Insel im Fluss, zu der eine Brücke führt.
Vor der Brücke stehen Wachen mit einem Wappenrock.
Myrkon meint, dass sie zu einer Bank gehören.
Ich frage mich, wer wohl auf dieser Bank sitzen mag, dass es Wachen benötigt, die auf sie aufpassen.
Allerdings belästige ich Myrkon erst einmal nicht mit solchen Fragen, er hat sicher schon genug davon.

Als wir uns der Hauptstraße nähern, sehen wir Amir und Amarosch auf das Stadttor zurennen.
Kurzentschlossen rennen wir hinterher.
Ich bin schneller als Myrkon in seiner Rüstung, aber die Stadtwache hält uns beide auf.
Myrkon erklärt der Stadtwache, dass wir zu Amarosch und Amir gehören und wir erfahren, dass die beiden jemanden verfolgen.
Dann dürfen wir ihnen folgen.

Wir treffen die beiden in einer Seitenstraße, wo sie uns entgegenkommen.
Offenbar ist es ihnen nicht gelungen, diejenigen, die sie verfolgt haben, zu erwischen.
Myrkon geht zur Anlegestelle, wo gerade ein Boot festgemacht wird.
Er erfährt, dass der Kapitän Kollbarsch heißt und sein Handelskahn morgen nach Salmingen fährt.
Kollbarsch hat nichts von einem Tatzelwurm gehört, ist aber bereit, uns mitzunehmen.
Sein Schiff heißt "Bund auf Ewig" und wir sollen im Morgengrauen da sein, um abzulegen.
Myrkon ist sehr geschickt im Umgang mit Menschen und sehr klug.
Er ist sicher eine gute Reisebegleitung.