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Chorhop, 12. Peraine 1020 BF, Nachtrag

Unterwegs ist Fiorella besorgt, dass wir abhanden kommen, das wiederum macht Nera misstrauisch.
Sie ist auch gar nicht von der Idee mit dem Badehaus angetan, weil sie befürchtet, dass wir dort den Frauen von Abdul begegnen könnten.
Ich sehe darin kein Problem, aber wer weiß schon, was Nera sich so überlegt...

Bevor wir das Badehaus betreten möchte Anthelia unbedingt noch Flachs kaufen.
Sie erklärt, dass sie daraus Schleudern und Taschen basteln will und ich frage mich, warum sie solche Dinge nicht einfach fertig kauft.
Es werden insgesamt vier Bündel Flachs, die Hallah bezahlen soll.
Sie weiß aber auch nicht, was Anthelia damit anstellen will und stellt die Fragen, die ich mir auch schon überlegt habe.
Nachdem Hallah den Flachs bezahlt hat, trägt Anthelia die Bündel stolz auf ihren Armen, bis Hallah ihr eine Schnur gibt, mit der sie sie auf den Rücken binden kann.

Wir gehen zum Badehaus zurück und Fiorellaa führt uns zum Fraueneingang.
Hallah bezahlt den Eintritt und bestellt auch Schreibzeug für mich.
Das gibt es zunächst nicht, ebensowenig wie etwas zu essen.
Das ändert sich schlagartig als Hallah ihre Brosche zur Aufbewahrung übergibt.
Plötzlich ist sie wieder die Exzellenz und uns wird alles, was wir benötigen, zugesichert.

Essen gibt es in Form von Früchten und Fladenbrot.
Hallah ist nicht begeistert, aber wir anderen sind zufrieden.

Wir erhalten markierte Holzstäbchen.
Nera befürchtet, dass es wieder eine Verlosung gibt, es sind aber nur Markierungen für die Körbe, in denen unsere Kleidung aufbewahrt wird.
Wir gehen in die Umkleide und tauschen unsere Kleidung gegen Badetücher.

Dann gehen wird ins Bad und ich muss eine makabere Szene ertragen, bei der Anthelia, Nera und Obsalat die Hauptrollen spielen.
"Das wird ein anstrengendes Jahr" seufze ich, Nera meint, dass sie das auch denkt.
Ich denke, wird sind zwar einer Meinung, aber aus sehr unterschiedlichen Gründen.

Während wir im Bad sitzen, beobachten wir die Frauen um uns herum.
Ich sehe etliche sehr gepflegte Damen, einige tragen edlen Schmuck und mit mindestens ebenso viel Stolz ihren Wohlstandsspeck.
Ich denke mir, dass das alles potentielle Kundinnen sind und sage vor mich hin, dass ich da zukünftige Geschäfte sehe.
Anthelia und Nera verstehen das falsch – sie haben kaum etwas von dieser Welt verstanden, aber dass manche Leute vom Geschäft sprechen, wenn sie den Abort besuchen, das kennen die beiden.

Nachdem dieses Missverständnis ausgeräumt ist, unterhalten wir uns über Schmuck.
Ich meine, dass ich früher auch welchen getragen habe, woraufhin Anthelia das Loch in meiner Nase begutachtet.
Fiorella bietet an uns einem Schmuckhändler vorzustellen, der auch Piercings macht.
Sobald ich über eine eigene Barschaft verfüge, wird das mein erster Anlaufpunkt sein.

Eine Sklavin führt uns dann in eine private Nische.
Der Raum ist aus Marmor gebaut, mit Holzvertäfelung und enthält ein Becken für fünf Personen.
Anthelia hüpft ins Wasser – sie kann sich einfach nicht benehmen.
Nera folgt ihr, Hallah und ich setzen uns an den Rand.

Wir unterhalten uns und ich muss Hallah, die sonst alles über das Leben weiß, tatsächlich erklären, warum Sklaven ängstlich reagieren, wenn man sie nach ihrem Namen fragt.
Die Sklaven heißt Naomi – nicht, dass das relevant wäre, aber @Hallah ist es wichtig.

Wir sprechen über Sandalen und Magie, ich erkläre ein bisschen von dem, was ich kann.
Dann meint Anthelia, sie könne Luft gut riechend machen.
So nützliche Sachen kann ich natürlich nicht.
Von Fiorella erfahren wir, dass es unter der Stadt eine alte Kanalisation gibt, die wurde von Jahrhunderten aufgegeben, ursprünglich von Grolmen erbaut wurde.
Ansonsten nervt Fiorella einfach nur.
Sie biedert sich Hallah mehrfach als Freundin an und möchte Geld von ihr.
Offenbar versteht Fiorella nicht, dass sie nur als Leibwache für Hallah abgestellt ist.
In der Zwischenzeit hat die Sklavin mir Schreibzeug gebracht und ich kann endlich die beiden Briefe schreiben.

Der erste Brief ist an meinen alten Meister Magister Illorius Heltoritan gerichtet.

An den hochgeschätzten
Magister Illorius Heltoritan
A'Anfa

Werter Magister Illorius,

Euch ist sicherlich zu Ohren gekommen, dass ich Mitte Phex überstürzt die Stadt verlassen musste.
Daher ist meine Tantieme für den Monat ausgeblieben.

Ich bitte ergebenst um Verzeihung für die daraus folgenden Umstände.
Leider war ich als Resultat der Abreise einige Wochen nicht arbeitsfähig.

Die Tantieme werde ich euch inklusive des üblichen Zins zukommen lassen, sobald es meine Situation mir erlaubt.
Das sollte Ende Ingerimm, spätestens im Rahja der Fall sein.

Mit ergebensten Grüßen

Adamana Ladellantar,
Adepta minor

Der zweite Brief ist für meine gute Freunding Vaya saba Setareh.

An Adepta Major
Vaya saba Setareh
Al'Anfa

Liebe Vaya,

bitte entschuldige, dass ich nicht zu unserem Treffen kommen konnte.
Die Umstände ließen es nicht zu, vielleicht hast du davon erfahren.

Ich werde wohl auf absehbare Zeit nicht nach Al'Anfa zurückkehren und wollte dich bitten, meine Sachen auf die Reise zu schicken.
Die Miete für mein Zimmer ist noch bis Ende Rahja bezahlt und mein Vermieter ist ein ehrlicher Mann.
Daher denke ich, dass du alles noch vorfinden wirst.
Ich bräuchte die Bücher, die ich dir gezeigt hatte, und die kleine Schatulle.
Und alles an Kleidung und Schmuck, was du finden kannst.

Schicke bitte alles an den Sitz des Schutzpärtors der Stadtwache von Chorhop.
Die Unkosten kannst du über den üblichen Weg begleichen.
Wenn du Lust auf eine andere Welt hast, bist du herzlichst hierher eingeladen.
Ich vermisse dich.

Ich danke dir und sende dir Grüße und Küsse

Adamana

Hallah berichtet, welche großen Pläne sie für die Stadt hat.
Ich meine, sie sollte dann nicht jeden am Pranger befreien, weil sie das davon abhält, die Pläne umzusetzen.

Hallah siegelt die Briefe mit der Brosche und will vorher noch wissen, was drin steht.
Ich biete ihr an, sie zu lesen, da ich das für unkrisch halte.
Sie meint, ich soll es ihr einfach nur sagen.
Vielleicht kann sie gar nicht lesen und hat es immer nur behauptet?

Als wir das Badehaus verlassen, will Anthelia noch einmal auf den Markt.
Sie will Hölzer kaufen und überredet Hallah, mitzukommen, weil ich auch einen neuen Zauberstab benötige.
Einen Zauberstab finde ich nicht, aber ich weiß nun aus welchem Holz mein neuer Zauberstab sein soll: Ebenholz.
Die Bäume sind sehr selten, daher muss ich wohl noch etwas warten, bis ich einen passenden Baum finde.

Danach gebe ich meine Briefe im Haus der Kapitäne ab.
Hallah möchte noch ins Pfandhaus.
Die Besitzerin namens Fini hat nur einen Arm und ist Zyklopäerin.
Im Keller gibt es wohl einige spezielle Dinge zu kaufen – vielleicht sogar Sklaven –, die darf man aber nur auf Einladung beschauen.
Die Einladung gibt es nur auf Empfehlung durch einen anderen Kunden.

Hallah kauft  eine Drehleier, währen dich die Schmuckauslage in einer Vitrine bewundere.
Andere interessante Sachen kann ich nicht finden.
Ich frage nach Chirurgiebesteck und Magierstäben.
Beides gibt es nicht bis Anthelia uns die Türe zum Keller öffnet in dem sie klar macht, dass Hallah zu genau der Obrigkeit gehört, mit der Fini keinen Ärger haben möchte.
Fini führt uns in ihren Keller und dort in einen Raum mit einem Tisch.
Sie stellt sich auf die andere Seite, hier werden ganz offensichtlich "Sachen" verkauft.
Fini will dass Hallah nicht in ihre Geschäfte interveniert, wenn sie uns etwas verkauft.
Hallah fragt mich nach meiner Meinung und ich stimme zu.
Zwar denke ich, dass Fini irgendetwas großes und geheimnisvolles vor uns verbirgt, aber das ist zu erwarten.
Ich denke nicht, dass sie eine Bedrohung ist.

Wir willigen ein und Hallah erhält einige Dietriche zur Auswahl.
Mir bietet Fini mehrere Zauberstäbe an, die sind aber alle nur armlang – ich hätte gerne wieder einen einen Zauberstab meiner Größe.

Nachdem das alles erledigt ist, kehren wir in Hallahs Domizil zurück.