Der Beutelschneider von Elenvina
Eines Abends, als der Nebel vom Fluss in die Gassen kroch, entdeckte Amir sein
Ziel. Ein Edelmann, gehüllt in teures Tuch, schritt etwas zu siegessicher durch
die Nähe des Hafens. Amirs Goldgier flüsterte ihm zu, dass dieser Mann mehr als
nur ein paar Heller bei sich trug.
Mit der Geschmeidigkeit seines Schlangenmensch-Körpers glitt Amir durch die
Schatten. Er nutzte die Schattenlinse, um im trüben Zwielicht jede Bewegung des
Edelmanns genau zu fixieren. Ein kurzes, lautloses Manöver, ein präziser Schnitt
mit seinem Federmesser – der Weg des Taschendiebes war ihm in Fleisch und Blut
übergegangen.
Zurück in einem sicheren Verschlag zählte er die Beute. Neben einer Handvoll
Silbermünzen förderte er zwei Dinge zu Tage, die sein Schicksal besiegeln
sollten:
- Eine grob mit Kohlestift gezeichnete Karte.
- Ein mysteriöses Schreiben.
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