Trackenborn, 4. Rahja 1023 BF, noch ein Nachtrag
Während die anderen das Archiv durchforsten, bleibe ich beim Herrn Trackenborn.
Wir erzählen viel, es ist ein sehr angenehmes Gespräch.
Er ist so gelehrig und artig.
Ich erfahre, dass der Gelehrte, der ihn besuchte, genau auf die Beschreibung des Buchkäufers aus Albenhus passt.
Dann können wir mein letztes Buch vielleicht doch noch finden!
Hesintje hat sich um ihn gekümmert, aber zwei Tage nach seiner Ankunft ist er wieder gegangen.
Wohin, weiß auch sie wohl auch nicht, aber sie meint später, er war wohl kein Magier, eher ein reidsender Gelehrter.
Und er wirkte eher wie ein Wanderer als ein Stubenhocker, der über Büchern brütet.
Leider erinnern sich weder Hesintje noch Herr Trackenborn an seinen Namen.
Amarosch kommt nach einer Weile zurück und legt neue Beweise aus dem Archiv vor, die unsere Theorie unterstützen, dass der Inquisitor nicht echt ist.
Auch Myrkon kommt mit Beweisen zurück und so langsam erkennt auch Herr Trackenborn die Wahrheit.
Amarosch will nach Amir sehen, weil er jetzt schon so lange weg ist.
Kurz nachdem er den Raum verlassen hat, hören wir einen Schrei.
Im Treppenhaus treffen Myrkon und ich Amarosch und Amir.
Culas ist über das Dach auf den Wehrgang getürmt und versucht zu fliehen.
Es kommt zu einem kurzen Kampf in der Burg.
Die Wachen von Herrn Trackenborn sind sich unschlüssig, was los ist und greifen zunächst nicht ein.
Den beiden am Tor rufe ich zu, sie sollen es verschließen, was sie klugerweise auch tun.
Culas bekommt von mir einen Paralysis verpasst, während ihn die anderen durch die Burg verfolgen.
Amarosch stellt Culas schließlich und ich versorge seine Wunden
Culas ist nicht schwer verletzt, so dass wir ihn zur Rede stellen können.
Er bietet an, uns alles über Bramo und die Truppe verraten.
Bramo ist wohl der echte Name des falschen Inquisitors.
Culas wollte ohnehin nicht mitmachen und die Amulette wären Götterfrevelei.
Er schein klüger zu sein als der Rest der Truppe – er trägt als einziger kein Götterzeichen.
Amir fesselt ihn, Myrkon und Amarosch verhören den Tunichtgut.
Dann schaffen wir ihn zum Burgherrn und Amir zeigt seine Funde.
Ein Tagebuch und Steckbriefe.
Damit haben wir die Beweise.
Auch Herr Trackenborn ist nun überzeugt, das er einem Betrug aufgesessen ist.
Es sind nur ein paar Wachen auf der Burg, aber wir beschließen gemeinsam, den Inquisitor und seine Bande zu stellen.
Culas wird eingesperrt, ich nehme schnell etwas Thonnys, das tut zwar weh, aber ist sicher hilfreich für das, was uns erwartet.
Alle beziehen Position im Hof, ich verstecke mich am Balkon.
Dann kommt der falsche Inquisitor und der Kampf beginnt.
Ich paralysiere den falschen Inquistor und rufe ihm zu "Du bringst mich nicht auf einen Scheiterhaufen!"
Als ich sehe, dass einige seiner Begleiter zögern, versuche ich sie zur Aufgabe zu überreden.
Zuerst Goswin, dann Efferdan, der eigentlich Berrik heißt.
Ich verspreche ihnen, mich für sie einzusetzen, wenn sie den Kampf einstellen.
Bei Goswin gelingt mir das nur kurz, bei Berrik dauerhaft.
Gemeinsam mit den Wachen überwältigen wir sie.
Ich muss zweien das Leben retten, Saphira und Cora.
Amarosch rettet Goswin, was mich sehr freut.
Keine Toten heute, auch wenn wieder zu viel Blut vergossen wurde.
Nach dem Kampf werden sie alle in den Thronsaal geschafft.
Dort versorge ich noch den falschen Inquisitor, das ist meine Genugtuung.
Für Berrik bitte ich, wie versprochen, um Gnade.
Dann gehen wir ins Dorf, um den Abend im Dorfkrug zu verbringen und unsere Sachen zu holen.
Herr Trackenborn hat uns Zimmer angeboten.
Auf dem Weg ins Dorf bleibe ich stehen.
Ich muss es einfach sagen, auch wenn es eigentlich blöd ist.
Ich hatte recht mir dem Inquisitor.
Von Anfang an.
Myrkon meint, dass ich mich ja auch hätte täuschen können.
Er versteht es nicht, dass es nicht darum geht.
Es geht darum, den Schwachen beizustehen.
Während die anderen schon im Dorfkrug sitzen, gehe ich noch zu den Müllers.
Ich erkläre, was passiert ist und biete an, mich um Madalea zu kümmern.
Ihre Mutter meint, dass Madalea sicher froh ist, wenn sie das Dorf verlassen kann.
Der Herr Trackenborn stellt ihr nach, die Dorfbewohner sind misstrauisch.
Viele Freunde hat sie hier nicht.
Dann ist es auch nicht sinnvoll, die Hexen hier zu bitte, sich um sie zu kümmern.
Als ich sage, dass ich Fredriks Verhalten nicht in Ordnung fand, nimmt ihn seine Mutter in Schutz.
Das ist schon gemein, er hatte es nicht leicht mit Madalea – seinen Auftritt im Dorfkrug hat er trotzdem genossen.
Morgen geben wir Thika und Madalea Bescheid.
Dann schaue ich, dass ich sie irgendwie an die Akademie mitnehmen kann.
Vorher muss ich aber noch mein Buch finden.
Was für ein Tag, denke ich, während ich gähnend im Mondlicht zum Dorfkrug laufe.
No comments to display
No comments to display