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Trackenborn, 5. Rahja 1023 BF

Am Morgen erwartet uns Herr Trackenborn zum Frühstück.
Er entschuldigt sich bei uns für die Ereignisse, aber konnte ja auch nichts dafür.
Das Frühstück ist reichlich und nach den letzen Tagen habe ich ordentlich Hunger.

Herr Trackenborn legt eine Rüstung und ein Schwert auf den Tisch.
Beides stammt wohl von Herrn Sturzenstein, der seinen Titel durch Verfehlungen verloren hat.
Herr Trackenborn vermacht beides uns, als Anerkennung für das, was wir getan haben.

Da Herr Trackenborn erst am Mittag entscheiden will, können wir am Vormittag ein paar Dinge nach Laune machen.
Amarosch will zum Schmied, ich frage, ob ich die Bibliothek benutzen darf.
In der Bibliothek finde ich ein Buch mit einer Aufzeichnung des Odem Arcanum, den ich mir abschreibe.
Dann kann ich den in den nächsten Wochen lernen, das ist großartig!

Gegen Mittag gehen alle zum Dorf.
Auf dem Weg ich nehme ich Herrn Trackenborns Arm an und hake mich bei ihm unter.
Seine Wachen führen die Gefangenen mit sich, die in Ketten gelegt sind.

Im Dorf begrüßt Pedora Herrn Trackenborn, der auf eine Kiste steigt.
Er hält eine Rede zu den Dorfbewohnern und erklärt, das der Inquisitor nach Ferdok überstellt wird um sich der Gerichtsbarkeit der Praioskirche zu unterwerfen.
Herr Trackenborn lässt den Braunen Harro abnehmen, weil er kein Schwarzmagier war, wie wir nun alle wissen.
Die Gefangenen kommen bis auf Berrik an den Galgen.
Er darf leben und soll einer Müllersfamilie in einem anderen Dorf helfen, denen die Bande früher übel mitgespielt hat.
Es stellt sich noch heraus, dass Amir eine Besitzurkunde für diese Mühle gefunden hat, so dass für diese armen Leute Recht und Ordnung wieder hergestellt werden können.

Danach gehen Myrkon und ich zur Mühle und dann zu Thikas Hütte.
An der Mühle hören wir die Stimmen von Madalea, Thika und Mutter Korninger
Ich klopfe und Mutter Korninger lässt uns ein und bietet Tee an.

Madela bedankt sich für alles, was wir getan haben.
Ich erkläre ihr die Möglichkeit, sie auszubilden und sie freut sich darüber.
Der Müller bedankt sich bei Amir für die Schiene am Bein.
Wir haben ganz schon viel Gutes erreicht in den wenigen Tagen, denke ich so bei mir.

Dann sammeln wir Amarosch beim Schmied wieder ein und gehen Richtung Schwarzfall.
Ein bisschen Bauchgrummeln habe ich dabei, weil mir bei dem Flug ja sehr übel geworden ist.

Wir folgen einem Bachlauf, es fühlt sich mulmig an, aber wir stapfen tapfer weiter.
Amir bleibt stehen und will zurück, aber Amarosch hält ihn fest
Als Amir versteht, dass der Wassenfall noch eine ganze Weile weit weg ist, gibt er seinen Widerstand auf und kommt wieder mit.

Am Wasserfall sehen wir den Echsenmenschen.
Er vollführt irgendein Ritual mit seinen Steinen.
Möglicherweise befragt er sie.
Ich halte Myrkon davon ab, ihn zu stören und er stellt fest, dass das mulmige Gefühl in der Nähe des Echsenmenschen weniger wird.
Wir überreden Amir, näher zu kommen, und ihm geht es dann auch sofort besser.

Ich erkläre Myrkon, dass der Echsenmensch ein Ritual durchführt.
Ich weiß allerdings nicht welches; aber da es allen in seiner Nähe besser geht, ist es wohl etwas gutes und wir sollten ihn nicht stören.

Als ich um den Echsenmensch herum laufe, bemerke ich, dass er mich anschaut, sein Blick wird weniger glasig.
Er erkennt uns und fragt uns, was wir hier machen.
Wir erzählen es kurz und er meint, er habe den Stein befragt.
Der hat ihm die VIsion einer großen Anführerin gezeigt, die wohl hinter dem Wasserfall wohnt.

Ich schlage vor, gemeinsam durch den Wasserfall zu gehen.
Er stellt sich als Skazz’Shzz vor und sagt, er macht den Zauber weg.
Ich weiß nicht genau, welchen Zauber er meint, aber er erklärt, der Zauber ist uralt.
Seine Steine haben ihm den Weg gezeigt und dann steht er auf und geht los.

Wir gehen am Wasserfall vorbei, den Felshang hinauf, was mich etwas überrascht.
Aber wir folgen dem Skazz’Shzz, der immer wieder "in" seine Steine schaut.
Er scheint dabei in einer Art Trance zu sein, nicht ansprechbar, mit glasigem Blick.
Amir fragt ihn während seiner Rituale, aber Skazz’Shzz reagiert nicht.

Myrkon und Amarosch meinen, wir laufen grob Richtung Süden.
Als wir an einem Waldrand ankommen, wirkt Skazz’Shzz verwirrt.
Er überlegt, dann nimmt er einen anderen Stein und es offenbart sich, dass der Wald eine Illusion ist.
Skazz’Shzz stört die Illusion und der Wald wird lichter, wo er entlang geht.
Wir folgen ihm durch den Wald und vor uns öffnet sich ein weites Tal.
Es ist grün, es fällt von unserem Standort aus aus ab.
Ob das das grüne Tal der Hexen ist?

Wir sehen einen Steinkreis.
Die Steine sind flacher als die bei dem Druidensteinkreis, aber definitiv nicht natürlichen Ursprungs.
Der Durchmesser des Steinkreises sind mindestens 30 Schritt.
Vielleicht ein Hexentanzplatz?
So einen habe ich noch nie gesehen, nur immer wieder davon gehört.

Ich sage den anderen, sie sollten nichts berühren.
Es ist wichtig, die Hexen zu respektieren.

Skazz’Shzz läuft weiter auf einen Felsen zu, der aus den Baumspitzen schaut.
Der Fels ist nicht grau, wie die anderen, sondern rot-orange.
Er wirkt, als gehört er nicht hierher.

Wir folgen Skazz’Shzz an einem Bach entlang und bemerken, dass hier Schlangen leben, die eigentlich in Amirs Heimat weiter südlich leben.
Amarosch meint, dass diese Schlagen eigentlich nicht so weit im Norden leben.
Das ist sehr seltsam.
Vielleicht hat es mit dem grünen Tal noch etwas anderes auf sich...?

Amarosch fragt, ob Skazz’Shzz uns zu seiner Mama führt, von der er glaubt, dass sie ein Lindwurm ist.
Auf was für Ideen diese Zwerge manchmal kommen...

Wir betreten den Wald, in dem die Felsformation steht.
Skazz’Shzz ist dorthinein verschwunden,
Am Fuße de Felsformation finden wir eine Höhle, die entfernt an ein geöffnetes Drachenmaul erinnert.
Skazz’Shzz kniet vor der Höhle und hat Steine vor sich.
Myrkon weißt uns auf ein Leuchten oben in einem der vermeintlichen Drachenaugen über dem "Maul" hin.

Uns fällt auf, dass in das "Maul" ein Gang führt, der nach hinten abfällt.
Der Gang wirkt unnatürlich, eher als sei er geschaffen worden.
Links und rechts liegen Steine, als hätte jemand die geschoben.
Sie sind zu schwer, um von unseresgleichen bewegt worden zu sein.
Ich bin mir sicher, dass das mit Magie verschoben wurde.

Ich frage, ob wir die Steine, die Amarosch und Myrkon gefunden haben, in das leere Drachenauge legen sollten.
Die Steine sind aber zu klein, offensichtlich ist das kein Rätsel, das auf so eine einfache Weise sein Geheimnis offenbar.

Dann zünde ich meinen Stab an und gehe in den Gang in dem Drachenmaul.
Der Tunnel sieht gegraben aus, nur leichte Wellen an den Wänden.
Sie wirken als seien sie geschliffenen worden.

Nach einer kleinen Weile öffnet sich der Tunnel in eine große, ovale Halle.
Am anderen Ende der Halle ist eine Türe zu erahnen, sehr groß, so breit und hoch wie zwei große Männer.

Amir macht mich auf Symbole aufmerksam, die an der Türe sind.
Ich denke, dass es Bannzeichen sind.
Die Türe wurde irgendwann mal magisch verschlossen!
Aber der Bannzauber ist schon lange nicht mehr aktiv.

Ein Türflügel ist halb offen.
Ein Lichtstrahl fällt aus dem Spalt und wir hören Stimmen von drinnen.
Mindestens zwei verschiedene Stimmen.
Ich kenne diese Stimmen!

Sie reden über uns!
Und dann meint die eine Stimme:
"Tretet ein, edle Gäste!"